Auszeit

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Es wird Zeit: Der Urlaub ist fällig. Erholung tut not.

Da eignet sich Nordfriesland besonders gut: Weite. Weite, so weit das Auge blickt. Man sieht mittwochs schon, wer am Wochenende zu Besuch kommt.

Nichts engt den Blick ein. Die Gedanken können schweifen.

Die Weite, die Nordsee, das Watt, die Salzwiesen – Balsam für die Seele. Erholung pur.

Zeit ohne Mobilfunk, Zeit ohne Internet. Zeit für Fotografie.

Tief durchatmen. Salz schmecken. Den Morgen genießen, wenn nur die Tiere Salzwiesen und Strand „bevölkern“.

Abends dann das gleichmäßige Tuckern der Krabbenkutter – so beruhigend wie das Rauschen der Nordsee.

 

Bis denn, denn!

 

 

 

Wortmeldung eines alten Kommunisten

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Friedrich Wolff – 17. Juni 2016

Gleich vorweg: Ich bin 93 Jahre alt, 1945 in die KPD eingetreten, dann über SED, PDS und Die Linke dabeigeblieben, Ich habe mich immer für einen Kommunisten gehalten und höre nicht auf, meine Meinung zu sagen.

Vom Kapitalismus hatte ich 1945 genug. Das ging den meisten Menschen so, sogar die CDU erklärte in ihrem Ahlener Programm am 3.2.1947: »Das kapitalistische Wirtschaftssystem ist den staatlichen und sozialen Lebensinteressen des deutschen Volkes nicht gerecht geworden. Nach dem furchtbaren politischen, wirtschaftlichen und sozialen Zusammenbruch als Folge einer verbrecherischen Machtpolitik kann nur eine Neuordnung von Grund aus erfolgen.«

Danach kam im Westen die Währungsreform, Erkenntnisse aus Krieg und Faschismus gingen verloren, die Macht- und Besitzverhältnisse blieben dort bestehen. Nur in der SBZ und in der DDR änderte sich etwas: Sozialismus stand auf der Tagesordnung. Der Westen allerdings wurde attraktiver: schöne Autos, schöne Häuser, schöne Moden, wohlschmeckende Zigaretten, eingängige…

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Welt – Frieden – Tag

Der 1. September war in der DDR nicht nur der erste Schulteg in einem neuen Schuljahr, er war Weltfriedenstag.

Die Erinnerung daran kam bei mir allerdings schon vor einigen Tagen.

Wie sich der Tag im Saarland anhörte, kann jeder hier nachvollziehen:

Die Erklärung dazu gibt es hier.

Kriegsgetümmel, Kriegslärm, menschenverachtende Befehlsgewalt uniformierter Zivilversager.

Alles im Sinne des militärisch-industriellen Komplexes. Gewinnsteigerung durch Steuergeldverbrennung. Kapitalistische Marktwirtschaft.

Reicht da noch ein Friedenslied?

Reichen da noch die Aufrechten der Bürgerinitiative?

Reicht da noch der Ramstein-Appell?

 

Die Kaiserin steckt in einer Zwickmühle: Einerseits will sie nach Obamas Pfeife tanzen, andererseits steckt sie ja noch im Hintern von Erdo…

 

Impressionen

Was bleibt vom Tag, wenn ein drittel der „3 goldenen achten“*  vorbei sind? – Der DSCN1965Abendspaziergang.

Das Feld ist abgeerntet, die Sonne verabschiedet sich.

Die Gedanken schweifen, reflektiern den Tag, begreifen das Gewesene.

Und jeder Augenblick bietet Neues.

DSCN1973

 

Überraschende Momente, mit der Kamera festgehalten.

Und doch nur ein Atemzug.

DSCN2020

 

 

Die Natur braucht den Menschen mit seiner, auf Wirtschaftlichkeit getrimmten Geltungs- und Habsucht, nicht!

Die Natur überrascht uns immer wieder mit neuen Ansichten. DSCN2035

 

Da komme ich mir wieder so klein, so unbedeutend vor, wenn ich mir die Ausmaße des Universums vorzustellen versuche: die Entfernung zur Andromeda-Galaxie, die Reise zum Mars, die Größe des Jupiter…

 

 

Und immer wieder stelle ich mir die Frage: Was bleibt?     (Danke Ossiblock)

Carpe diem!

 

* 8 Stunden Geld verdienen, 8 Stunden Geld ausgeben, 8 Stunden schlafen

 

10.000 vermisste Kinder *klick*/*umblätter*

Grübelstübchen

Diese bürokratische Gleichgültigkeit kann nicht unsere moralischen Standards bestimmen. Wenn ein Hund verloren geht, verbreiten die Menschen dringliche Nachrichten auf ihren Facebook-Seiten. Doch wenn wir der größten Anzahl von vertriebenen Kindern seit dem Zweiten Weltkrieg begegnen, gehen wir in einer Unzahl von [bürokratischen] Institutionen unter. Das ist eine Schande.“- Hilde Vautmans (übernommen aus NDS, Link siehe unten)

Stimmt was nicht mit mir?

Warum wusste ich von den 10.000 vermissten Flüchtlingskindern in Europa und habe mich nicht empört?

Hab ich mich nicht empört? Ich erinner mich nicht mehr.

Aber ich erinner mich, dass ich über die 10.000 Kinder las.

Und ich kann mir nicht vorstellen, dass ich mich nicht empört hab.

Weil es ein Skandal ist.

Aber ich hab mich nicht empört. Ich hab weitergeklickt. Jetzt weiß ichs wieder.

Oder umgeblättert, so genau weiß ich es auch nicht mehr.

Aber empört hab ich mich nicht.

Obwohl ich „96 Hours“…

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Die Feder ruht…

Vor Kurzem erinnerte ich noch an Bücher, an Schriftsteller, deren Werke mich berühren.

Und nun schweigt eine Feder mehr…

Hermann Kant lebt nicht mehr.

Der Nordkurier

SHZ

Wer auch immer was über Hermann Kant schreibt: Eine persönliche Sicht ist selten dabei.

Ich gebe nichts auf eine Bewertung von Reich-Ranicky.

Mir bleiben seine Werke in Erinnerung, sein Stil, seine Sprache.