Margot Honecker gestorben

Margot Honecker beim 10. Internationalen Jugend- und Studentenfestival (August 1973)

 

Die Witwe des langjährigen DDR-Staats- und Parteichefs Erich Honecker, Margot Honecker, ist im Alter von 89 Jahren in der chilenischen Hauptstadt Santiago de Chile gestorben. Das meldete die Nachrichtenagentur AFP am Freitag unter Berufung auf Honeckers Familienkreise.

Margot Honecker, die 1963 bis 1989 Volksbildungsministerin der DDR war, lebte seit 1992 in Chile. Erich Honecker war im Mai 1994 im Alter von 81 Jahren ebenfalls in Santiago de Chile gestorben.

Kommunistische Partei Chiles zum Tod von Margot Honecker:

Santiago, 6. Mai 2016: Die Kommunistische Partei Chiles hat vom Tod Margot Honeckers heute morgen in unserem Land erfahren. Sie spricht ihrer Tochter Sonia, ihren Familienangehörigen, Freundinnen und Freunden ihr tief empfundenes Beileid aus.

Es sind Hunderte ins Exil gezwungene chilenische Kommunisten, die sich voller Wertschätzung der Solidarität und Freundschaft erinnern, deren aktiver Teil Margot Honecker war. Diese Solidarität erreichte das chilenische Volk in der härtesten Phase der bürgerlich-militärischen Diktatur, die unser Land seit September 1973 geprügelt hat.

Schon in jungen Jahren widmete sie ihr Leben der Sache des Sozialismus und kämpfte für die Souveränität und Entwicklung der Deutschen Demokratischen Republik, in der sie das Amt der Bildungsministerin ausübte und führendes Mitglied der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands war. Beim Zusammenbruch des Sozialismus in Europa erhielt sie politisches Asyl in Chile, wo sie freundschaftliche Verbindung zu unserer Partei und insbesondere zu denen unserer Mitglieder hielt, die ihr Leben in der DDR retten konnten und dort die Aufnahme und Herzlichkeit des deutschen Volkes empfingen.

In dieser Stunde gibt die Kommunistische Partei Chiles angesichts des Todes von Margot Honecker ihrer Trauer Ausdruck und ist sich sicher, dass sie damit für viele Chileninnen und Chilenen spricht, die dazu gezwungen wurden, fern ihrer Heimat das Exil zu erleiden, und eine Solidarität empfangen konnten, die niemals vergessen werden wird.

Quelle: JW vom 09.05.2016

Advertisements