Bäume ade…

Ich ging im Walde so für mich hin, p2320034

nichts zu suchen stand mir im Sinn.

Da sah ich Markierungen an etlichen Bäumen

und wähnte mich in schlechten Träumen.

p2320043So mancher Stamm trug das Schreckenszeichen.

Er muß für immer dem Menschen weichen.

Geschockt blickte ich tiefer in den Wald:

Mich fröstelt, mir wird’s richtig kalt.

Befremdet sah ich die Bäume an, die markiert wpdscn5911sind,

sehe die Rinde, die Blätter im Wind.

Meine Hand berührt ein letztes Mal den Baum,

Es ist wahr, ein böser Traum.

„Die Art und Weise, wie der saarländische Landesforstbetrieb Waldbewirtschaftung betreibt, ist vorbildlich und in Deutschland einzigartig“, so Tschimpke in seiner Laudatio. 

Als ich das las, standen mir die Haare zu Berge: Dieser Bereich des Kohlwaldes wurde vor 5 und vor 3 Jahren schon „ausgeforstet“ – aber nicht aufgeforstet.

So schnell wachsen Bäume nicht, schon gar nicht auf diesem, von Schutt und Geröll durchzogenem Boden, der kaum Nahrung und Halt bietet. p2320074

Immer wieder fiel mein Blick auf die markierten Bäume:

Das „Wirtschaftsalter“ hat noch keiner erreicht.

Die Markierungen haben eine Bedeutung:

VS = Verkehrssicherungspflicht

Also doch noch mal hinschauen:p2320106

Mehr als eine „Baumlänge“ von der Straße entfernt…

Nein, es ist wahrlich nicht erhebend, im Kohlwald spazieren zu gehen. Ausgedünnt, freier Durchblick zur Bundesstraße 41, guter Verkehrslärm, ungepflegte, zerfahrene Waldwege, bei vorangegangenen Fällungen verletzte und abgebrochene Bäume.

Ein wahrlich erschütternder Anblick!

Der Wald muß weg!

Einfach traurig, wie der Mensch mit der Macht der Kettensäge, dem Baum, diesem stattlichen Wesen, das viele Menschenleben überdauern kann, ehe es ausgewachsen ist, das Leben nimmt.

Wie schreibt Peter Wohlleben in seinem Buch „Das geheime Leben der Bäume„?

„Laßt die Bäume in Würde sterben.“

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Danke für die Fotos, Conny

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