Das war’s

mit Landschaftschutzgebiet und Natur.Bergehalde-WBK

Wer hat nicht noch Theo Lingens „Traurig, traurig, traurig!“ im Ohr?

So ging es mir heute, bekleidet mit Gummistiefel und Arbeitshose,

mit der Kamera bei Sonnenschein meinen Lieblingsweg gehend.

Seit Januar ist dort eine Gartenbaufirma im Auftrag der LIK-Nord im Einsatz: alles für die Bergehalde-WBKNatur, alles für die Ansiedlung von Feldschwirl und Feldlerche.

Dabei war man doch vor einiger Zeit noch stolz darauf, wie sich die Natur auf der Industriebrache entwickelt hat, eigentlich auf nichts, auf Abraum, auf Schlacke.

Nach dem wir wochenlang die Geräusche schwerer Maschinen und Motorsägen vernommen hatten, ahnte ich nichts Gutes, als ich mich durch den Matsch kämpfte. Vernünftig gehen ist nicht: Traktorspuren, Matsch, links und rechts Brombeergestrüpp. Fliegen müßte mann können – aber nicht auf die Nase!

Endlich am Aussichtspunkt angekommen, bot sich mir ein Bild des Grauens: platt und mit Reifenspuren durchzogen, Bäume gefällt, die Windschutzstreifen, die auch in der Sommerhitze den Aufenthalt erträglich machten, gerodet!

 

Freier Durchblick auf den Windpark!

Die Bäume, auf denen viele Vogelnester waren, sind gefällt. Alles für die Natur!

Jetzt, da die Vögel in der Paarungszeit sind, den Nestbau vorbereiten, ist so eine Maßnahme natürlich sinnvoll. Und daß sich die erhofften neuen Bewohner hier niederlassen sehr „wahrscheinlich“.

Nach unserer Beobachtung hat die Zahl der Fledermäuse seit Inbetriebnahme des Windparks im Herbst 2013 extrem abgenommen. Auch die Anzahl der Greifvögel  ist kleiner geworden.

Aber wir haben ja Natur.

 

Bergehalde-WBK-043

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