Freiheit für den Wald!

Weg mit den Bäumen! Wenn in den saarländischen Wäldern die Holzernte beginnt, sollten Wegesperrungen unbedingt beachtet werden, um Unfälle zu vermeiden, warnt der Saarforst.

Endlich werden mal ein paar Bäume gefällt!

Immer zu!

Die nach den letzten Rodungen angekündigten Neuaufforstungen konnte ich noch nicht entdecken.

Dafür am Horizont neue Windkraftanlagen…

Wind statt Wald! Das ist Gewinn! Das ist Zukunft!

210.000 (in Worten: zweihundertzehntausend) Festmeter Holz werden bis März 2018 „geerntet“. Etwa 30.000 (in worten: dreißigtausend) Bäume mit 50 cm Stammdurchmesser und 20 m Höhe müssen dafür fallen.

Da müssen Bäume sterben, die noch in ihrer Jugend sind.

Wenn man bedenkt, daß eine Buche erst nach 230 Jahren beginnt, eine raue Borke zu bilden, eine Birke nach 80 Jahren damit anfängt, die weiße Rinde zu verwandeln, werden hier mit Motorsäge und „Erntemaschine“ Kinder ermordet.

Es geht ums Geld, worum sonst?

Ein guter Förster kennt seinen Wald und seine Bäume. Er beobachtet das Blätterdach des Waldes. Und er sieht genau, welcher Baum keine Lücke in diesem grünen Gewölbe hinterläßt. Ein guter Förster kennt auch die Kinderstube der Bäume. Er weiß um die Geheimnisse der Mutterbäume, die ihre Kinder zu starken und gesunden Bäumen erziehen will.

Aber Peter Wohllebens Rat ist bei Saarforst nicht gefragt. Und bei der Saarbrücker Zeitung auch nicht.

Es wird „ausgeforstet“, Holz „geerntet“.

Bis zum Kollaps.

Advertisements